Rezension: Paul Watzlawick – „Anleitung zum Unglücklichsein“

Leiden kann ja so schön sein – was aber tun, wenn sich das Glück anzubahnen droht? Watzlawicks Geschichten bieten die Lösung und zeigen, wie man den noch so kleinsten Funken aufblitzender Zufriedenheit direkt im Keim erstickt. Fortan kann weiter friedlich auf dem See des Weltschmerzes geschippert werden. Durch die sinnverkehrte Blume serviert der Philosoph seinem Leser in einem Best-Of der Neurosen jede dringend benötigte Unglückslösung und führt mit systematischem Regelwerk zu dauerhafter Unzufriedenheit. Negative Denkmuster machen’s möglich. Dieses Buch hält einen großen Spiegel vor – und der reflektiert ein Augenzwinkern.

„Warum fällt es uns bloß so schwer, einzusehen, daß das Leben ein Nichtnullsummenspiel ist? Daß man daher gemeinsam gewinnen kann, sobald man nicht mehr davon besessen ist, den Partner besiegen zu müssen, um nicht besiegt zu werden? Und – für den routinierten Nullsummenspieler ganz unfaßlich – daß man sogar mit dem großen Gegenspieler, dem Leben, in Harmonie leben kann?“ 

Ein Kommentar zu „Rezension: Paul Watzlawick – „Anleitung zum Unglücklichsein“

  1. W. ist offenkundig unter die Vielschreiber gegangen (habe ich neulich doch zu meiner Überraschung in einem Schaufenster ein Buch namens Gebrauchsanweisung für Amerika gesehen, das ihn als AUtor nennt). Aber er hat ja auch was zu sagen, wie das mit Amerika dann aussieht, das weiß ich nicht. Er dürfte einer der meistgenannten und oft zitierten Autoren sein, wenn es über moderne Psychologie geht. Eine Gefahr ist, dass viele einzelne Brocken, Zitate kennen, aber die aus dem Zusammenhang gerissen auch nicht zur alleinigen Lebensweisheit taugen. Seine Bücher, so weit ich sie kenne, sind aber jedenfalls empfehlenswert für den, der sie ganz zu lesen beabsichtigt.

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